Der Dennerthof ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in dritter Generation.
Matthias und Margarete Weber haben den Betrieb 1950 gegründet.
1964 führte das Land Rheinland-Pfalz die Verfahren der Flurbereinigung im Kreise Daun durch. Alle Dörfer der Verbandsgemeinde Obere Kyll waren hiervon betroffen. Seit 1949 wurden hier 195 Aussiedlungen gebaut. Hierzu zählt auch der landwirtschaftliche Betrieb unserer Familie. Die Pläne wurden mit dem Bau der ersten beiden Ställe 1965 auf dem “Dennert” umgesetzt, wo der Hof seinen Namen fand.
1967 übernahmen Karl und Karola Weber den landwirtschaftlichen Betrieb. Der Hausbau (1967), weitere Stallungen (1970) und der Bau einer Maschinenhalle (1976) folgten.
Damals wurde auf dem Dennerthof überwiegend Ackerbau betrieben. Bewährt hatte sich eine seinerzeit moderne Vier-Felder-Wirtschaft mit jährlicher Fruchtfolge: Weizen, Wintergerste, Hafer (etwas Braugerste) und im vierten Jahr (zur Gesunderhaltung der Böden) Zuckerrüben und Raps. Liho-Raps wurde zur Gründüngung bestellt wogegen Zuckerrüben, Raps, Weizen und Braugerste zum Verkauf angepflanzt wurden. Die Viehhaltung gliederte sich in Schweinezucht und den Absatz von einigen Weiderindern, aber kein Milchvieh.
“Eine gute Bilanz. Wenn ich zurückblicke möchte ich die Zeit von 1914 bis 1984 in 2 Epochen einteilen.
Der erste Abschnitt bis zur Gründung der Bundesrepublik 1949, das sind 35 Jahre mit Krieg, Revolution, Besatzung durch Amerikaner und Franzosen, einer alle Ersparnisse vernichtende Inflationszeit, fast 13 jähriger Diktatur, erneutem Weltkrieg mit bedingungsloser Kapitulation und rigoroser Geldentwertung.
Der zweite Abschnitt, das sind ebenso 35 Jahre von 1949 bis 1984, ohne Krieg, ohne Inflation und ohne Besatzung, aber mit einer Aufbauleistung, welche wohl einmalig seit Menschengedenken ist. Auch die Landwirtschaft Daun hat in dieser Zeit eine Verbesserung Ihrer Struktur erfahren.”
(Matthias Weber)
1984 begann Udo Weber mit der landwirtschaftliche Ausbildung.
Weitere Bauten, wie eine Getreidetrocknungsanlage (1988), ein Ferkelaufzuchtstall (1989) und ein Güllebehälter (1990) erleichtern und optimieren Arbeitsabläufe.
1991 entschied auch Marco Weber sich für eine Ausbildung zum Landwirt, um dessen Kenntnisse er sich 1998 zum Umweltschutzfachwirt weiterbildete.
In der Zwischenzeit wurde ein Maststall (1992), eine Getreidehalle und eine neue Getreidetrocknungsanlage (1998) errichtet.
2004 gründen die beiden Landwirte die “Udo und Marco Weber Gbr” und pachten den elterlichen Betrieb.
Der Bau eines neuen Schweinestalls sowie der Umbau bestehender Stallungen legen 2005/2006 den Grundstein einer neuen Arbeitsstruktur in Sachen Viehhaltung. Auch energetische Aspekte werden wirtschaftlich überdacht und optimiert: 2006 wird hierzu eine Rapsölpresse installiert und der alternative Eneregieträger autark hergestellt.
2007 wird die Immobilie um ein weiteres Gebäude erweitert. Hier sind jetzt Hackschnitzelheizung, Hygieneschleuse und Büros untergebracht.
2008 wird der Betrieb endgültig an Udo und Marco Weber überschrieben.
Die Spezialisierung ermöglichte das rasante Wachstum der letzten Jahre. Die Konzentration auf Kernkompetenzen eröffnet dem Betrieb beste Perspektiven für die Zukunft.
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